Posterous theme by Cory Watilo

I Am Oak plays Café Nun

Eine sehr gelungene Mischung aus schöner, melancholisch-lebendiger Musik und halb-gewollter Stand-Up-Comedy präsentierten I AM OAK gestern im Café Nun. Ich war fast ein wenig froh, dass nur eine moderate Anzahl von Zuhörern gekommen war. Als "Türsteher" ist mir bei ausverkauftem Laden oft die Sicht auf die Bühne verwehrt. Gestern konnte ich die großartige Performance somit auch selbst entspannt genießen. Außerdem fühlt sich das Nun mit 40 Leuten trotzdem schon ganz ordentlich besucht an.

Im nachfolgenden Player kannst du das aktuelle Album anhören und bei Gefallen auch kaufen.

Hier findest du Bilder vom Konzert.

Mit Thijs, dem Kopf von I Am Oak, unterhielt ich mich heute Morgen beim Frühstück darüber, wie er bei der Aufnahme von Songs vorgeht. Interessiert hat mich vor allem, ob er kontinuierlich - also sozusagen im Alltag - Lieder einspielt, oder sich dafür bestimmte Zeiträume absteckt.

Manchmal, so erzählte er mir, nehme er einen Song in vier verschiedenen Varianten auf. Dabei probiert er so lange Tempi, Tonlagen und Instrumentierungen aus, bis er zufrieden ist. Das Ergebnis könnten tatsächlich vier komplett arrangierte Songs sein. Am Ende entscheidet er sich für eine Version. Hätte er gleich die erste genommen, wäre diese allerdings ohne den ganzen Prozess wahrscheinlich viel beliebiger und weniger ausgereift gewesen.

Seine Antwort war zwar etwas ernüchternd aber vor allem hat sie mich motiviert, meinen Aufnahmeprozess viel mehr in den täglichen Arbeitsablauf zu integrieren. Denn an Ideen für Songs mangelt es nicht. Sie brauchen nur mehr Zeit, in verschiedenen Arrangements und Varianten zu reifen.

Abschließend möchte ich dir folgenden Ausschnitt aus einem der zweiundzwanzig Schmuckstücken nicht vorenthalten. Eingefangen an diesem kalten Winterabend von meiner Handy-Kamera.

Neither vegetarian Norwegian?

Cow

Wir Menschen haben uns an das mit der Ausbeutung verbundene Unrecht nicht etwa "gewöhnt", sondern gehen vielmehr (abgestumpft) darüber hinweg oder sind uns der Details überhaupt nicht bewusst.

Diesen Absatz findest du auf der Seite des Kuh-Altersheims. Über einen Freund aus Hamburg, der übrigens unter dem Namen GOLDBAUM sehr tanzbare Musik macht, wurde ich darauf aufmerksam.

Aus Konsum-/ethischen Gründen ernähre ich mich nun seit ca. einem halben Jahr vegetarisch. Im Buch Tiere Essen von Jonathan Safran Foer, das ich zu der Zeit als Hörbuch anhörte, hinterfragt der Autor auf ehrliche und nüchterne Weise teilweise humorvoll seine herkömmliche Ernährung. Daniel hatte seinerzeit auch darüber berichtet. Das Schöne an dem Buch ist, es will niemanden zum Vegetarismus bekehren. Am Ende war mir dennoch klar: Unsere Gesellschaft konsumiert mehr Fleisch (und Fisch!), als Tiere in sogenannter "artgerechter Haltung" je "produzieren" könnten.

In dem Zusammenhang frage ich mich immer mehr, ob es nicht konsequent wäre, ganz auf vegane Ernährung umzustellen. Denn es bedarf nicht vieler Nachforschungen, bis wir erkennen, dass neben dem Fleisch auch unser Konsum von Eiern und Milchprodukten maßlos ist. Wenn durch diesen Konsum eine Tierhaltung mit ausreichend Respekt vor dem Leben nicht mehr möglich ist, liegt es meiner Meinung nach in der Verantwortung von uns allen, unseren Konsum zu verringern.

Bisher bin ich noch dabei, mich zu informieren. Dieser Artikel in der ZEIT geht auf verschiedene Punkte des kontrovers Diskutierten Themas "Milch - böse oder gut?" ein. Das folgende Zitat aus diesem Artikel verdeutlicht: unser Massenkonsum hat zur Folge, dass Tiere von der Industrie ausgebeutet werden.

[...] Dennoch warnen Kritiker immer wieder vor erhöhten Hormonspiegeln sowie der Kontamination mit Wachstumshormonen und Medikamenten in industriell produzierter Milch. Denn die Turbokühe produzieren heute Milchmengen, die die Natur so nie vorgesehen hat, leiden daher häufig unter Entzündungen der Brustdrüsen und erhalten dann vorbeugend Antibiotika. [...]

Was denkt ihr über Ernährung?

Interessiert euch die Herkunft dessen, was ihr zu euch nehmt?

Wie denkt ihr über Konsum?

Wie steht ihr zu Vegetariern/Veganern?

Wecken sie Interesse in euch, machen sie euch ein schlechtes Gewissen oder habt ihr einfach nur Mitleid?

TUNE IN TO GERDOBLASTER

Ich neige dazu, mich zu verzetteln. Ursprünglich wollte ich - inspiriert von Marc und Martin - mein Blog reanimieren. Aber was kommt dabei heraus? Zwei Stunden für das Einrichten des Profils für September Leaves bei Reverb Nation. So läuft das oft. Ich komm vom Hundertsten ins Tausendste und fühle mich irgendwann, als platze gleich mein Kopf vor digitaler Reizüberflutung. Und da sind noch so viele offene Tabs…

Radio

Zugegeben: es fällt mir schwer, klar zu formulieren, welchen Zweck dieses Blog erfüllen soll. Meine Präsenz im Netz ist bisher hauptsächlich auf September Leaves beschränkt. Das grenzt allerdings die Inhalte, mit denen ich mich beschäftigen kann ziemlich ein.

Darum werde ich versuchen, an dieser Stelle Themen und Inhalte zu sammeln, die für September Leaves nicht "offiziell" genug sind oder eben einfach nichts damit zu tun haben. Also all jene Gedanken, Artikel, Menschen und Ansichten über die ich im Netz stolpere und die mich bewegen oder zumindest ansprechen.

Natürlicherweise werden die Inhalte meines Alltags im Umkehrschluss wiederum in den zukünftigen Kompositionen und Texten meines künstlerischen Schaffens erkennbar sein. So war das bisher auch. Dieses Blog könnte aber eben jenes kleine Türchen zu meiner Spielwiese öffnen, durch das hindurch Interessierte meinen kreativen Prozess mitgestalten oder zumindest nachvollziehen können.

In diesem Sinn würde ich mich natürlich über regen Dialog freuen. Also fühl dich frei, zu kommentieren und deine Meinung kundzutun.

Tune in to Gerdoblaster!